Du sagtest:
Es wird zu spät.
Die Uhr
hielt inne
und wartete.
Die Zeit
biss sich
auf die Lippen.
Der Wind
schlief ein.
Kein Blatt
wagte zu beben.
Die Welle
vergaß ihr Brausen,
und der Fluss
erstarrte
im Schweigen.
Ein Vogel
saß
auf der Schulter
eines Daches
und blickte
hinauf
in den Himmel.
Du sagtest:
Beeil dich.
Die Zeiger
drehten sich
wie besessen.
Die Zeit
sprang
aus ihrer Spur.
Der Herzschlag
der Blätter
vermischte sich
mit dem Donner
des Flusses.
Der Vogel
schlug
die Flügel auf
und verschwand
im Aufruhr
des Windes.
Der Sturm
erhob sich.
Du sagtest:
Wir werden nie ankommen.
Der Staub
der Trauer
legte sich
auf das Zifferblatt.
Die Zeit,
atemlos,
stöhnte.
Der Fluss
seufzte.
Eine zornige Welle
warf sich
gegen das Ufer.
Kein Vogel
war geblieben.
Der Sturm
hatte
sein Unheil
vollbracht.
Ich sagte:
Gewiss,
irgendwo
muss es
etwas geben,
eine Antwort,
die darauf wartet,
gefunden zu werden.
Die alte,
scheltende Uhr
schlug zwölf.
Der Horizont
blühte
in den Farben
des Tages.
Ein Hauch
kam
von der Stirn
des Gebirges
und glitt
in die regennasse Seele
des Waldes.
Der Fluss,
als träume er,
ergoss sich
in den Schoß
der Ebene.
Eine Quelle
brach
vor Freude
hervor.
Das tiefste Blau
des Himmels
strömte
über das Meer.
Der Vogel,
müde
von der Wanderung,
kehrte zurück
und sagte
etwas—
ein Lied,
vielleicht,
oder nur
ein Flüstern,
das einst
im Gesang
eines Zigeunermädchens
zu hören war.
Oder vielleicht
hatte es
lange zuvor
in deinem Traum
gelebt.
Arsalan
Wiesbaden
10. Juni 2026

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