Was wäre, wenn
ich die Glut deines Lächelns
an die frostige Decke des Himmels
zeichnen dürfte,
damit die Wolken
nicht wieder
auf den Schultern der Stadt
in Tränen zerfielen
und den dunklen Knoten der Tage
im Aufschrei eines Regens
reinwüschen.
Was wäre, wenn
die Unrast deines Blickes
Flügel trüge,
damit ich die Spur der verlorenen Mädchen
im erbarmungslosen Strom der Schatten
aufnähme
und den Liebenden
in jeder Gasse und an jedem Tor
eine Verheißung zuflüsterte.
Was wäre, wenn
ich im Pulsschlag deines Atems
ein Lied erhöbe,
um Samen von Narzissen und Hyazinthen
in die müde Erde dieser Heimat
zu senken,
den furchtlosen Söhnen
das Gewand der Hochzeit umzulegen
und das schwarze Tuch
von den Schultern junger Mütter
hinwegzuheben.
Was wäre, wenn
die unerbittliche Zeit
nicht aus unseren Händen glitte
und einen Raum gewährte,
damit ein leidenschaftlicher Keim
vom Duft des regennassen Gartens
durchtränkt würde.
Was wäre, wenn
die mürrische Farbe der Tage
im Spiegel deines Blickes
Risse bekäme.
—
Arsalan – Wiesbaden
26. Februar 2026
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«Glut» بهجای صرفاً Wärme → هرمِ لبخند
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«dunkler Knoten der Tage» → بغضِ تیرهی ایام
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«Verheißung zuflüstern» → مژده
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«Raum gewähren» → مجالی میداد
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«durchtränkt würde» → سیراب شود

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