Monday, 2 March 2026

Sing mit mir (Nachdichtung aus dem Persischen)

 


Öffne deine freien Arme,
damit sie meine Sehnsüchte
an sich drücken
und den bitteren Trank des Scheiterns
aus dem Grund der Seele
der Erde des Vergessens übergeben.

Ach, könnte ich doch
den Riegel des alten Hauses
in meiner Faust halten,
den Blick
den wartenden Augen anvertrauen,
die einst am hölzernen Fenster
mir entgegenkamen.

Du bist jene,
die die Zeit
nicht zurückdreht;
jene, die
Nacht für Nacht
im Traum
mich zum Licht des Morgens ruft.

Ein klares, regnendes Lied,
das dem Gesicht
ein Lächeln schenkt;
wie der glanzvolle Aufgang der Sonne,
hinter dem Schleier der Wolken,
der die Trauer bedeckt.

Sing mit mir
von jenen Zeiten,
in denen der Regen der Beklemmung
deine Leere
auf dem Weiß des Papiers
nachzeichnet.

Sing mit mir,
denn deine Worte
sind der Glaube an das Leben;
in einem Nirgendwo,
wo das Ungeheuer des Todes
brüllt
und die Liebe
im Haus des Herzens
mit gezücktem Dolch
verwundet.

Ein wunderbares Gefühl von Ruhe,
das im Getöse von Zorn und Blut
nicht verblasst
und jedes Mal in mir
ein Lied
mit herbem Geschmack
erblühen lässt.

Sing mit mir,
klangvoll und ohne Furcht,
du Ganzes von
Leib und Seele.

Meine Mutter,
meine Heimat

Arsalan – Wiesbaden
29. Januar 2026

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