In mir bist du gewachsen
ein Laut
aus dem Unbewussten des Gartens,
der sich in meine Seele schlich.
Du triebst aus
in einer fremden Gestalt,
die im Rausch der Worte
Wurzeln schlug.
Du blühtest
in der Farbe namenloser Blumen,
mit einem Duft,
der die Erinnerung deiner Umarmung
in meinen Atem legte.
Und schließlich
bliebst du zurück
in einem Herbst
von der Stille kahler Zweige.
In meinen Augen hast du geweint,
als der Schmerz
aufstöhnte,
aus Seelen, die liebten,
doch
wie Blätter
auf ein Zeichen des Windes
zu Boden fielen.
In mir hast du geschrien,
mit Worten
aus dem Geschlecht des Giftes,
im Griff einer Gefangenschaft,
die dem Garten
das Licht verweigert.
Und wieder
hast du vom Werden erzählt,
damit ich nicht
wie ein Blatt,
das seine Jahreszeit verloren hat,
in der Erde
zur Ruhe komme.
In mir bist du gewachsen,
du blühtest,
du weintest
und lächeltest
damit ich das Leben
aus deinem Unbewussten
nur geliehen
mit mir weitertrage
Arsalan — Wiesbaden
26. April 2026

No comments:
Post a Comment